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Mara Kurotschka

(BFA, The Juilliard School, New York)

In der Spielzeit 2013/14 inszenierte Mara Kurotschka den VETTER AUS DINGSDA mit einer gefeierten Premiere am Konzerttheater Bern. Die ausverkaufte Gastspielreise Ihres FLIEGENDEN HOLLÄNDERS führte an die Oper Odessa, die Oper Lemberg und die Ukrainische Nationaloper Kiew. Höhepunkt war die offizielle Bekanntgabe, dass die Inszenierung mit dem TARAS - SCHEWTSCHENKO PREIS, dem renommiertesten Kulturpreis der Ukraine, ausgezeichnet wird.

Als Co-Regisseurin von Philipp Stölzl erarbeitete sie die TROVATORE-Inszenierung unter Daniel Barenboim an der Staatsoper Berlin mit Anna Netrebko und Placido Domingo in den Hauptrollen. Als Regie-Mitarbeiterin von Jürgen Flimm war sie am gleichen Haus an der Inszenierung von Salvatore Sciarrinos MACBETH beteiligt.

2012/13 inszenierte sie die ukrainische Erstaufführung des FLIEGENDEN HOLLÄNDERS an der Donbass Oper Donezk, die u.a. vom Goethe Institut, von der Deutschen Botschaft und dem Deutschen Generalkonsulat Donezk unterstützt wurde. Eine besondere Verantwortung lag in der Aufgabe, Wagner als deutsche Regisseurin in der Ukraine, in einem Theater, das von den Nationalsozialisten eröffnet wurde, zu inszenieren. In ihrer Interpretation wird der FLIEGENDE HOLLÄNDER, mit Senta als zentraler Figur, zu einem Plädoyer für Toleranz und für die Möglichkeit zu gleichberechtigtem, selbstbestimmtem Leben. Hieraus gingen Gespräche mit den an der Produktion Beteiligten, Studenten der Donezker Universität und zahlreiche Fernseh- und Zeitungsinterviews hervor. 

An der Staatsoper Berlin war sie für die Neuinszenierung der Basler Produktion des FLIEGENDEN HOLLÄNDERS unter Daniel Harding verantwortlich, die sie zuvor als Co-Regisseurin von Philipp Stölzl erarbeitet hatte. Co-Regie führte sie für Philipp Stölzl auch für IL TROVATORE auf den Wiener Festwochen und bei PARSIFAL an der Deutschen Oper Berlin. 

In vorangegangenen Spielzeiten erarbeitete Mara Kurotschka als Co-Regisseurin von Philipp Stölzl ORPHEUS IN DER UNTERWELT von Offenbach an der Staatsoper Berlin, Johan Strauss’ DIE FLEDERMAUS am Staatstheater Stuttgart, RIENZI an der Deutschen Oper Berlin, den FLIEGENDEN HOLLÄNDER und Gounods FAUST am Theater Basel. 

Als Choreografin war sie an der Inszenierung von Berlioz’ CELLINI unter Valery Gergiev auf den Salzburger Festspielen und bei RUBENS ODER DAS NICHT-EUKLIDISCHE WEIB auf der Ruhrtriennale beteiligt. 

Weitere Zusammenarbeiten als Choreografin im Musiktheater fanden an der Seite von Sebastian Baumgarten, für DAS BALLHAUS am Theater Lübeck, für SHOCKEHEADED PETER mit Corinna von Rad an den Kammerspielen München und für LADY HAMILTON in der Regie von Lorenzo Fioroni am Opernhaus Kiel statt. 

Im Schauspiel arbeitete sie mehrere Jahre an der Seite von Armin Petras an Häusern wie dem Staatstheater Mannheim, dem Schauspielhaus Leipzig, dem Schauspielhaus Chemnitz und dem Kleisttheater Frankfurt/Oder, daneben auch mit Peter Kastenmüller, Johanna Schall, Mark zur Mühle und Wolfgang Engel am Schauspiel Leipzig, an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Hannover und am Schauspielhaus Kassel. 

Ihre unabhängigen choreografischen Arbeiten waren u. a. am New Yorker Lincoln Center, am Théâtre de Caen und im Rahmen des Festivals BECKETT IN BERLIN 2000 zu sehen. 

Neben Ihrer Arbeit am Theater entwickelt Mara Kurotschka eine Serie von Videoarbeiten zu Alltagsbewegungen in Mega-Citys, deren erste zwei Episoden über die Spannung zwischen kultureller Prägung und rasantem Gesellschaftswandel in Peking und Istanbul große Beachtung erfuhren und u. a. im ZKM Karlsruhe, in den Museen für Zeitgenössische Kunst in Rom (MACRO) und Sevilla, auf Kampnagel Hamburg, am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin und in der Villa Massimo gezeigt wurden. 

Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, unter anderem von der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Akademie der Künste Berlin und der Kulturstiftung des Bundes. 

Mara Kurotschka graduierte mit einem BFA an der renommierten New Yorker JUILLIARD SCHOOL.